Dr. Peter Krämer (Abteilungsleitung Sustainability & Development) und Lina Hülsing (Werkstudentin Bauingenieurwesen) erklären, wie der Rechner funktioniert und welchen Mehrwert er für Kunden und den Umweltschutz bietet.
Gieseke CO₂-Rechner
jetzt DEKRA zertifiziert
Mit dem zertifizierten Gieseke CO₂-Rechner werden Emissionen im Asphaltbau erstmals präzise und nachvollziehbar bilanzierbar – von der Rohstoffgewinnung bis zum Einbau. Entwickelt nach den Vorgaben der DIN EN ISO 14067 und nun offiziell von DEKRA zertifiziert, unterstützt das Tool dabei, bereits in der Ausschreibungsphase CO₂-optimierte Bauweisen zu identifizieren und nachhaltige Entscheidungen fundiert zu treffen. Im Interview erklären Dr. Peter Krämer und Lina Hülsing, wie der Rechner entstanden ist, welchen Mehrwert er für Kunden bietet und warum Transparenz bei Emissionen ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Infrastruktur ist.
Warum war es euch wichtig, CO₂-Emissionen messbar zu machen?
Lina: Asphalt ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Infrastruktur und gleichzeitig mit hohen Emissionen verbunden. Diese lassen sich nur dann reduzieren, wenn wir sie transparent und nachvollziehbar erfassen.
Wie entstand die Idee für den Rechner?
Peter: Bisher wurden Asphaltverkehrsflächen insbesondere unter den Aspekten Zeit, Kosten und Qualität betrachtet. Vermehrt fragen Kunden darüber hinaus nach den entstehenden CO₂-Emissionen. Dem wollten wir Rechnung tragen: Mit dem CO₂-Rechner können wir unseren Kunden bereits in der Ausschreibungsphase sagen, wie viel CO₂ durch ihr Projekt freigesetzt wird.
Lina: Der erste Entwurf des Gieseke CO₂-Rechners wurde bereits vor rund fünf Jahren von einem Werkstudenten angefertigt. Auf Initiative von Prof. Dr.-Ing. Hans-Hermann Weßelborg und Mark Gieseke habe ich den Rechner im Rahmen meiner Bachelorarbeit weiterentwickelt und grundlegend überarbeitet.
Das DEKRA-Zetrifikat ist zum Download verfügbar unter: www.gieseke-gmbh.de/downloads
Die Lebenszyklusanalyse der relevanten Prozesse im Asphaltbau von der Rohstoffgewinnung bis zum Einbau zeigt, dass wir 90% der CO₂-Emissionen beeinflussen können.
Worauf habt ihr bei Entwicklung des Rechners besonderen Wert gelegt?
Peter: Uns war wichtig, den CO₂-Rechner strikt nach den Normvorgaben der DIN EN ISO 14067 zu entwickeln und gleichzeitig Freiheiten zu behalten, um Prozesse flexibel modellieren zu können.
Lina: Der Rechner verfügt über zahlreiche Stellschrauben, sodass wir Emissionen sehr differenziert – je nach Mischgut und Bauweise – berechnen können.
Wie wird der Rechner in der Praxis eingesetzt?
Peter: Mit dem CO₂-Rechner unterstützen wir unsere Kunden frühzeitig bei Bauanfragen. Bereits in der Ausschreibungsphase können wir die Höhe des CO₂-Fußabdrucks bilanzieren und unseren Kunden konkret CO₂-optimierte Alternativen aufzeigen. Beispielsweise konnten wir beim schlüsselfertigen Bau eines DHL-Briefzentrums in Asterlagen für die Deutsche Post circa 90 % CO₂ im Vergleich zur ausgeschriebenen Bauweise einsparen.
Worin liegt der größte Mehrwert für Giesekes Kunden?
Lina: Durch die DEKRA-Zertifizierung können wir unseren Kunden nach Projektabschluss einen verlässlichen Nachweis über die tatsächlich entstandenen sowie die eingesparten Emissionen liefern. Diese Daten sind beispielsweise für Förderprogramme oder Nachhaltigkeitsberichte nutzbar.
Peter: Darüber hinaus bieten wir Alternativen zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks an. Die Ergebnisse lassen sich direkt in die CO₂-Bilanz eines Unternehmens integrieren.
Was bedeutet die DEKRA-Zertifizierung für euch?
Peter: Dass unser Rechner normgerecht nach den ISO-Standards entwickelt wurde und verlässliche Ergebnisse liefert.
Lina: Sie zeigt, dass es sich nicht nur um ein theoretisches Projekt handelt. Der Gieseke CO₂-Rechner bietet echten Mehrwert für die Asphaltindustrie und den Klimaschutz in Deutschland.
Peter: Für uns ist die Zertifizierung auch eine Bestätigung, dass wir als Team gute Arbeit geleistet und alle relevanten Prozesse betrachtet haben.
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