Mehr Informationen und externe Berichterstattung zum Projekt Krumme Straße:
WDR Lokalzeit Münsterland: „Rheine baut klimafreundliche Straße mit Pflanzenkohle“
Münsterländische Volkszeitung: „Krumme Straße wird Klimaschutz-Vorreiter“
Krumme Straße in Rheine
Das Potenzial moderner Asphalttechnologien
Weniger Emissionen, bewährte Qualität: Mit der Sanierung der Krumme Straße in Rheine setzt Gieseke gemeinsam mit der Stadt Rheine auf innovative Ansätze im Asphaltbau. Der Einsatz von Pflanzenkohle, temperaturabgesenktem Asphalt und optimierten Bauweisen zeigt, welche Möglichkeiten moderne Technologien für die Weiterentwicklung von Verkehrsflächen bieten.
Straßenbau und Klimaschutz werden häufig als Gegensätze betrachtet. Die Sanierung der Krumme Straße in Rheine zeigt, dass sich technische Qualität, langlebige Bauweisen und die Optimierung von CO₂-Emissionen miteinander verbinden lassen.
Im Rahmen des Projekts wurde ein speziell entwickelter Asphaltaufbau umgesetzt, bei dem unter anderem Pflanzenkohle zum Einsatz kommt. Durch die Kombination verschiedener Maßnahmen bei Materialzusammensetzung, Herstellung und Einbau konnte die CO₂-Bilanz der Verkehrsfläche optimiert werden.
Innovative Lösungen für den Straßenbau von morgen
Bei klassischen Asphaltbauweisen entstehen Emissionen entlang verschiedener Prozessschritte, beispielsweise durch die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen, die Herstellung des Mischguts sowie den Transport und Einbau. Genau hier setzen CO₂-optimierte Bauweisen an: Durch angepasste Rezepturen, reduzierte Herstellungstemperaturen, den Einsatz von Recyclingmaterialien und innovative Zuschlagstoffe können einzelne Stellschrauben im Bauprozess verbessert werden. Die Krumme Straße wurde auf einer Länge von rund 350 Metern erneuert. Dabei entstand eine Asphaltfläche von etwa 1.850 m² mit einem für die Belastungsklasse Bk1,0 ausgelegten Straßenaufbau.
Zum Einsatz kamen:
- Asphaltdeckschicht: 4 cm
- Asphalttragschicht: 14 cm
- Frostschutzschicht: 37 cm
Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die Verwendung von Pflanzenkohle im Asphaltmischgut. Diese bindet Kohlenstoff langfristig und ist ein weiterer Baustein innerhalb eines ganzheitlichen Ansatzes zur Optimierung der CO₂-Bilanz von Verkehrsflächen.
Erfahrung aus verschiedenen Projekten
Die Krumme Straße ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer kontinuierlichen Weiterentwicklung im Bereich CO₂-optimierter Asphaltbau bei Gieseke. Bereits in verschiedenen Bauvorhaben wurden unterschiedliche Ansätze erprobt, um die Umweltwirkungen von Verkehrsflächen zu reduzieren. Dazu gehören unter anderem temperaturabgesenkte Asphaltmischungen, optimierte Materialzusammensetzungen sowie der Einsatz von Pflanzenkohle.
Pflanzenkohle-Asphalt beim Ausbau des Briefzentrums der Deutschen Post in Duisburg
Peter Krämer und Mark Gieseke vor Ort beim Asphalteinbau in Duisburg.
Der Lebenszyklus einer Asphaltstraße zeigt: Rund 90 % der CO₂-Emissionen können durch Materialwahl, Bauweise, Transport und Recycling beeinflusst werden.
Nachhaltiger Straßenbau bedeutet viele einzelne Maßnahmen
Für Gieseke bedeutet nachhaltiger Straßenbau nicht den Einsatz einer einzelnen Technologie, sondern das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen über den gesamten Bauprozess hinweg. Von der Auswahl der Baustoffe über die Herstellung und Verarbeitung bis zur langfristigen Nutzung einer Verkehrsfläche gilt es, technische Anforderungen und Optimierungspotenziale gemeinsam zu betrachten. Mit langjähriger Erfahrung im Asphaltbau und der kontinuierlichen Entwicklung neuer Verfahren arbeitet Gieseke daran, Bauweisen weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Auftraggebern Lösungen für zukünftige Infrastrukturprojekte umzusetzen.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Die Sanierung der Krumme Straße zeigt, wie Innovation im Straßenbau praktisch umgesetzt werden kann. Gemeinsam mit der Stadt Rheine wurde ein Projekt realisiert, das neue Ansätze im Umgang mit Baustoffen und Herstellungsverfahren sichtbar macht. Der Weg zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur entsteht dabei nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch die konsequente Weiterentwicklung vieler Prozesse.
Nachhaltig Bauen bei Gieseke
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